Willkommen

2011: Ideologie und Weltanschauung im Verfassungs-, Zivil- und Wirtschaftsrecht (Trier)

Vorsitz

  • Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Christian Kirchner, Berlin
  • Prof. Dr. Uwe Kischel, Greifswald

 

Referenten

  • Prof. Phd Chuma Himonga, Kapstadt: „Ubuntu und die Rechtsordnung Südafrikas“
  • Prof. Dr. Xujun Gao, Shanghai: „Konfuzianismus und die Rechtsordnung der Volksrepublik China“
  • Prof. Dr. Harald Baum, Hamburg: „Wandel der Verfassung Japans: Soziales Königtum, Kokutai und US-amerikanisches Demokratieverständnis“
  • Prof. Dr. Claude Klein, Jerusalem: „Israel als ‚jüdischer Staat‘: Funktionen und Probleme einer verfassungsrechtlichen Selbstdefinition“
  • Prof. Dr. Tzu-hui Yang, Taipeh: „Chinesisches Verfassungsrechtsdenken und freiheitliche Demokratie: Taiwan zwischen Chinesischer Tradition und modernem Anspruch“
  • Prof. Dr. Allan R. Brewer-Carías, Caracas: “The Bolivarian revolution and Venezuelan constitutional law”

 

Publikation

Uwe Kischel / Christian Kirchner (Hrsg.), Ideologie und Weltanschauung im Recht, Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2012

 

Anmerkungen

Arbeitssitzung der Fachgruppen Grundlagen (Methode, Vergleichende Rechtsgeschichte, Rechtsethnologie) und Vergleichendes Öffentliches Recht

Jede Rechtsordnung fußt nicht zuletzt auch in ihren öffentlich-rechtlichen Anteilen auf außerrechtlichen Grundüberzeugungen. Ihre weltanschaulichen, religiösen oder ideologischen Wurzeln und Hintergründe prägen sie nicht nur in Struktur und Inhalt, sondern wirken sich auch auf ihre systematische Einordnung im Rahmen der Rechtskreislehren aus. Im Einzelnen jedoch lassen sich ganz unterschiedliche Wechselwirkungen und Überlagerungen beobachten. Die jeweiligen weltanschaulich-ideologischen Grundlagen variieren in ihrer inneren Prägekraft ebenso wie in ihrem Anspruch, sich des Rechts als Instrument zur Ordnung der Gesellschaft zu bedienen. Die einzelnen Rechtsordnungen wiederum unterscheiden sich, je nach dogmatischer Eigenständigkeit und Rechtsquellenlage, in ihrer Rezeptionsbereitschaft und Fixierbarkeit auf vorgegebene Wertvorstellungen. Unterschiedlich sind auch die zu überbrückenden historisch-kulturellen Spannungsverhältnisse. Vor diesem Hintergrund beleuchtet die Sitzung verschiedene Konstellationen und Erfahrungen in der rechtlichen Verarbeitung weltanschaulich-ideologischer Grundlagen: Das Aufeinandertreffen zwischen Tradition und westlich-demokratischer Moderne, zwischen Tradition und kommunistischer Moderne sowie die staatsrechtliche Fortführung eines revolutionären Erbes.